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Abnahme von Bauleistungen dokumentieren: Wie Bauprogramm mir im Alltag hilft

Abnahme von Bauleistungen dokumentieren: Wie Bauprogramm mir im Alltag hilft

Ein nasskalter Vormittag im März auf einer Baustelle im Oberallgäu. Ich stehe im Rohbau, der Wind pfeift durch die noch offenen Fensteröffnungen, und statt wie früher in aufgeweichten Aktenordnern zu blättern, ziehe ich einfach das Smartphone aus der Tasche. Wer wie ich zwölf Mitarbeitende führt und gleichzeitig als Bauleiter draußen steht, weiß: Die Abnahme ist der Moment, in dem es um Kopf und Kragen geht. Da darf nichts schiefgehen.

Hinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links zu Bausoftware-Anbietern, deren Produkte ich auf meinen eigenen Baustellen im Allgäu oder in Beratungsmandaten getestet habe. Wenn Sie über diese Links kaufen, erhalte ich eine Provision — für Sie ändert sich nichts am Preis. Ich empfehle hier nur Software wie Bauprogramm, die ich selbst im harten Baustellenalltag eingesetzt habe.

Vom Papier-Chaos zur digitalen Sicherheit

Zehn Jahre lang habe ich mich durch die Dokumentation gequält. Davon waren vier Jahre reines Papier — nasse Lieferscheine, verschmierte Notizen im Kalender — und sechs Jahre lang habe ich versucht, mit Excel-Bautagebüchern Ordnung zu halten. Die Angst, einen Mangel zu übersehen oder einen Vorbehalt nicht rechtssicher zu formulieren, war mein ständiger Begleiter. Gerade bei der VOB/B-Abnahme kehrt sich die Beweislast um. Ab diesem Augenblick muss mir der Auftraggeber beweisen, dass ich gepfuscht habe, nicht mehr umgekehrt. Das ist ein harter Einschnitt.

Früher saß ich nach der Begehung noch zwei Stunden im Büro, um die handschriftlichen Notizen in eine halbwegs lesbare Form zu bringen. Heute nutze ich dafür Bauprogramm. Der größte Vorteil für mich als Praktiker? Ich verknüpfe das Leistungsverzeichnis (LV) direkt mit der Abnahme. Wenn ich vor der fertigen Wand stehe, sehe ich im System sofort, welche Positionen aus dem LV hier verbaut wurden.

Digitale Dokumentation der Abnahme mit einem Tablet direkt auf der Baustelle

Warum ich von SiteVisor zu Bauprogramm gewechselt bin

Ich habe 2021 zunächst SiteVisor getestet. Ein ordentliches System, keine Frage. Aber für meinen kleinen Betrieb mit 12 Leuten war es mir oft zu starr. Mir hat die tiefe Integration in die kaufmännische Schiene gefehlt. Ende November, nach etwa drei Wochen Einarbeitung in Bauprogramm, merkte ich den Unterschied. Die Erstkonfiguration hat mich zwar 2-3 Tage gekostet — man muss die LV-Stammdaten und die Mitarbeiter einmal sauber anlegen —, aber danach lief es wie geschmiert.

Während SiteVisor eher auf die reine Mängelliste fokussiert war, erlaubt mir Bauprogramm, die Abnahme als Teil eines Gesamtprozesses zu sehen. Wenn ich heute ein Sanierungsprojekt an einem Mehrfamilienhaus abschließe, ziehe ich mir die Daten für das Aufmaß und das Bautagebuch direkt in das Abnahmeprotokoll. Das spart nicht nur Zeit, sondern verhindert Übertragungsfehler, die mich später vor Gericht teuer zu stehen kommen könnten. Denken Sie an die gesetzliche Baudokumentation Pflicht — das ist kein Spaß, wenn die Post vom Anwalt kommt.

Die Fotofalle: Warum weniger manchmal mehr ist

Hier kommt ein Punkt, den viele Software-Vertriebler in ihren Anzügen gerne verschweigen: Die lückenlose Fotodokumentation bei der Abnahme kann zur rechtlichen Falle werden. Wenn Sie wahllos hunderte Fotos hochladen, dokumentieren Sie unter Umständen unbeabsichtigt eigene Mängel, die ohne diese Detailaufnahmen vielleicht nie entdeckt worden wären.

Ich nutze Bauprogramm daher gezielt. Ich ordne Fotos direkt den LV-Positionen zu. Bei einer schwierigen Abnahme mit einem besonders peniblen Bauherrn hat mir das neulich den Arsch gerettet. Er behauptete, die Abdichtung im Keller sei nicht fachgerecht ausgeführt worden. Ein Klick in der App, das Foto der Bewehrung und der Abdichtungsschicht aus der Bauphase (mit Zeitstempel!) aufgerufen, und die Diskussion war beendet. Das kratzende Geräusch des Stylus auf dem staubigen Tablet-Display, während der Bauherr zähneknirschend unterschreibt — das ist der Sound von Feierabend ohne Sorgen.

Fotodokumentation in der Bauprogramm App direkt einer LV-Position zugeordnet

Harte Zahlen: Was bringt die Umstellung wirklich?

Lohnt sich der Aufwand? Schauen wir uns die harten Fakten an. Bei einem typischen Hochbau-Projekt oder einer Sanierung verliere ich ohne System pro Abnahme etwa drei bis vier Stunden durch Nachbereitung, Fotos sortieren und Protokolle tippen.

Für einen Betrieb meiner Größe bedeutet das bei 20 bis 30 größeren Abnahmen im Jahr eine Ersparnis von fast zwei Arbeitswochen nur für mich als Chef. Dieses kurze Gefühl der Erleichterung, wenn das PDF-Protokoll noch auf der Baustelle per Mail rausgeht und ich weiß: Das Thema ist erledigt, das ist unbezahlbar. Wer wissen will, ob das auch für die eigenen Leute draußen taugt, sollte mal meinen Bericht lesen, warum Bauprogramm für Poliere wirklich funktioniert.

Mein Fazit vom Praktiker

Man braucht kein IT-Studium, um seinen Betrieb digital auf Kurs zu bringen. Ja, die 2-3 Tage für die Stammdaten-Anlage nerven am Anfang, aber danach ist Ruhe. Ich führe Bauprogramm heute sogar in Beratungsmandaten bei befreundeten Betrieben ein, weil ich sehe, wie sie im Zettelchaos ersticken. Es ist eine Baumanagement Software ohne IT-Kenntnisse, die genau das tut, was sie soll: uns den Rücken freihalten für das, was wir eigentlich können — Bauen.

Wenn Sie es leid sind, am Sonntagabend noch Protokolle zu tippen, schauen Sie sich Bauprogramm einfach mal an. Es ist ein modulares System, das mitwächst. Fangen Sie mit der Abnahme und dem Bautagebuch an, der Rest kommt von ganz allein, wenn Sie merken, wie viel entspannter die Baustellenbegehungen ablaufen.

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