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Digitale Bautagesberichte für Bauherren: Auftritt mit der richtigen Software

Digitales Bautagebuch für Bauherren: Bauprogramm-Erfahrung eines Allgäuer Bauunternehmers im Baustellenmanagement

Der Zementstaub wischt sich nicht vom Tablet-Display, egal wie oft ich mit dem Handballen darüberfahre, während Anton am Telefon zum vierten Mal fragt, ob ich ihm das nicht einfach durchgeben kann, statt ihm einen Link zu schicken. Ein Hinweis vorab, weil er hier hingehört: Auf dieser Seite stecken Affiliate-Links zu Bausoftware, die ich selbst über Monate im Einsatz hatte. Kaufen Sie über einen dieser Links, bekomme ich eine Provision, der Preis für Sie bleibt gleich, und ich schreibe nur über Programme, die bei uns tatsächlich laufen oder liefen. Genau in solchen Momenten merkt man, was ein digitales Bautagebuch für das Baustellenmanagement eines kleinen Allgäuer Bauunternehmens wirklich bedeutet, und was echte Bauprogramm-Erfahrung von reiner Theorie unterscheidet.

Sechs Jahre lang haben wir die Berichte in Excel geführt, davor vier Jahre auf Papier, und beides hat auf seine eigene Art abends Zeit gefressen. Die VOB/B verlangt von uns die tägliche Dokumentation von Witterung, Personal und besonderen Vorkommnissen auf der Baustelle, das ist keine Kür, sondern Pflicht, und wer das auf losen Zetteln oder in einer Excel-Tabelle mit fünf Reitern erledigt, handelt sich im Streitfall selbst Probleme ein.

Vom Zettelchaos zum digitalen Baustellenmanagement

Getestet habe ich zuerst SiteVisor, weil es auf jeder Messe empfohlen wurde und auf dem Papier alles konnte. In der Praxis war die Lizenz für einen Betrieb mit 12 Mitarbeitenden zu teuer, und das LV-Modul blieb Stückwerk — für ein vollständiges Leistungsverzeichnis mit allen Positionen war es schlicht nicht gebaut, eher gedacht für Betriebe, die ihre Kalkulation ohnehin anderswo pflegen. Übrig blieb ein Testzugang, den ich nach vier Wochen wieder gekündigt habe, weil ich für ein System bezahlen wollte, das ich auch vollständig nutze. Bei Bauprogramm lag der Fokus dagegen genau auf dem, was ein kleiner Hochbau- und Sanierungsbetrieb braucht: LV, Aufmaß, Bautagebuch und Rechnung in einem Werkzeug, ohne dass mein Polier nebenbei ein zweites Programm bedienen muss.

Vergleich zwischen Papier-Bautagebuch und digitalem Bautagebuch auf dem Smartphone im Baustellenmanagement

Umgestellt ist aber nicht eingerichtet, das ist ein Unterschied, den viele unterschätzen. Man fragt sich in solchen Momenten zu Recht: Lohnt sich der ganze Umstellungsaufwand für einen Betrieb dieser Größe wirklich, oder hätte man mit den alten Tabellen nicht einfach weitermachen können? Die Erstkonfiguration hat mich zwei bis drei Tage gekostet, weil die LV-Stammdaten und die Mitarbeiterprofile von Hand angelegt werden mussten — einen automatischen Import aus den alten Excel-Tabellen gibt es nicht, das hatte ich vorher nicht auf dem Schirm. Wie ich die alten Tabellen am Ende doch noch sauber übernommen habe, beschreibe ich ausführlicher in meinem Beitrag zum Thema Excel Bautagebuch ersetzen.

Was bringt einen Bauherrn wirklich zum Schweigen?

Bei einer Sanierung eines Mehrfamilienhauses beschwerte sich der Bauherr vor ein paar Wochen über einen angeblichen Verzug. Früher hätte ich Ordner gewälzt und wäre trotzdem unsicher gewesen, welches Blatt zu welchem Tag gehört. Diesmal öffnete ich die App auf dem Handy und zeigte ihm den Bericht mit Wetterdaten und den dokumentierten Behinderungen durch andere Gewerke. Die Diskussion war in unter einer Minute beendet, nicht weil ich besonders überzeugend rede, sondern weil Zahlen und Zeitstempel für sich standen. Ein eigenes Mängelprotokoll gehört in ein anderes Kapitel dieser Reihe, aber so viel sei gesagt: Nur ein sauber geführter Tagesbericht macht die spätere Mängeldokumentation überhaupt belastbar.

Digitale Dokumentation mit Tablet auf der Baustelle als Teil der Bauprogramm-Erfahrung im Baustellenmanagement

Nicht jeder Betriebsinhaber sieht das sofort so entspannt. Gerwald Buchner, der mit acht Leuten einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb führt, hatte anfangs erhebliche Vorbehalte gegen jede Cloud-Lösung — seine Kundendaten, so seine Sorge, gehörten nicht auf fremde Server. Wir haben das Thema Schritt für Schritt durchgesprochen, DSGVO-Setup und Hosting im DACH-Raum eingeschlossen, bis er selbst entscheiden konnte, ob ihm das reicht oder nicht.

Acht Wochen mit dem neuen Bauprogramm rechnen

In der ersten Woche nach der Umstellung habe ich abends tatsächlich mitgezählt, wie viel Zeit im Büro wegfällt, wenn niemand mehr Zettel abtippt oder Fotos den richtigen Baustellen zuordnen muss — sieben Stunden kamen in dieser einen Woche zusammen. Nach acht Wochen im Echtbetrieb war das kein Zufallstreffer mehr, sondern ein fester Posten, den ich in die Kalkulation für den nächsten Auftrag einrechnen konnte. Das ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das gut aussieht, und einem, das tatsächlich Stunden spart, die man an anderer Stelle braucht.

Was das Abo wirklich kostet — und wo Bauprogramm selbst schwächelt

Eine große Einmallizenz war für einen Betrieb mit 12 Mann nie eine Option, dafür ist unser Liquiditätspolster zu schmal, und eine Lizenz, die nach zwei Jahren technisch veraltet ist, hilft niemandem. Das monatliche Abo bei Bauprogramm schont genau diesen Puffer, auch wenn das für größere Betriebe wieder anders aussehen kann — eine vollständige Kostenrechnung mit Wechselkosten und Schulungsaufwand gehört in einen eigenen Beitrag, dazu später mehr. Ehrlich bleiben muss man aber auch bei den Schwächen: Auf zwei älteren Android-Tablets unserer Poliere reagiert die mobile App merklich zäher als auf den neueren Geräten, und wer noch mit betagter Hardware auf der Baustelle unterwegs ist, sollte das vor dem Kauf selbst testen. Wie sich die Schnittstelle zur Büro-Software im Detail verhält, ist ebenfalls ein eigenes Thema für sich.

Grenzen der digitalen Dokumentation

Zu viele Details im Bericht können dem Bauherrn mehr schaden als nützen, das wird gerne übersehen. Wer jeden minimalen Kratzer im Putz, der ohnehin überstrichen wird, akribisch als Mangel einträgt, dokumentiert am Ende, dass der Bauherr den Zustand so akzeptiert hat, und schränkt damit den eigenen Spielraum bei späteren Gewährleistungsfragen unnötig ein. Wesentliches gehört in den Bericht, jede Staubflocke nicht. Mehr zur rechtssicheren Seite der Dokumentation, inklusive der Pflichten aus der VOB, steht in meinem Beitrag zu VOB-konformen Bautagebüchern.

Was ich Anton und Gerwald heute rate

Anton, ein befreundeter Bauunternehmer mit eigenem Betrieb in Sonthofen, ruft bei mir lieber an, statt eine App zu öffnen, und das ist auch in Ordnung, solange die Berichte trotzdem irgendwo sauber landen. Nicht jeder Betrieb braucht sofort die volle Digitalisierung, aber wer viel unterwegs ist und auch mal ohne Netz auf der Baustelle steht, kommt an einer offlinefähigen Lösung mit späterer Synchronisation kaum vorbei, auch das ist ein eigenes Kapitel wert. Gerwald hat sich am Ende für den Umstieg entschieden, nicht weil ich ihn überredet habe, sondern weil er selbst nachgerechnet hat, was ihn die Zettelwirtschaft an Abenden kostet.

Man braucht kein Diplom, um mit einem sauberen Bericht Eindruck zu schinden, nur das richtige Werkzeug und die Bereitschaft, sich die zwei, drei Tage Einrichtung tatsächlich zu nehmen. Wer noch mit Zetteln oder Excel kämpft, kann sich beim Bauprogramm-Abo selbst ein Bild machen, und wer unsicher ist, ob das mit den IT-Kenntnissen im eigenen Team funktioniert, findet in meinem Beitrag zu Baumanagement Software ohne IT-Kenntnisse weitere Antworten. Am Ende zählt für den Bauherrn nur eins: dass der Bericht steht, bevor er überhaupt danach fragen muss.

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