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Baumanagement Software für Sanitär und Heizung: Meine Wahl für SHK Betriebe

Baumanagement Software für Sanitär und Heizung: Bauprogramm im SHK-Test für Handwerksbetriebe
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Sieben Stunden. So viel Bürozeit sparte sich ein befreundeter SHK-Betrieb allein in der ersten Woche, nachdem die A4-Blätter mit den handschriftlichen LV-Positionen vom Schreibtisch verschwunden waren; vorher saß der Meister dort sonntags oft genauso lange über verschmierten Feldnotizen und musste am Ende trotzdem raten, ob nun drei oder acht Meter Kupferrohr verbaut wurden. Genau diese Zahl hat mir gezeigt, warum SHK-Digitalisierung für kleine Handwerksbetriebe kein Modewort ist, sondern schlicht bares Geld wert. Wer im Sanitär- und Heizungsgewerk noch mit Bleistift und Klemmbrett über die Baustelle läuft, verliert Zeit durch Abrechnungsfehler, die erst beim Rechnungslauf auffallen — und genau dafür teste ich seit Monaten unterschiedliche Baustellen-Management-Software in unserem 12-Mann-Betrieb.

Kurz zur Einordnung, bevor es weitergeht: Die Links auf dieser Seite führen zu Anbietern, deren Programme ich entweder im eigenen Betrieb oder bei befreundeten SHK-Firmen mindestens vier Wochen lang im Baustellenalltag getestet habe. Kaufen Sie darüber, bekomme ich eine Provision, ohne dass sich an Ihrem Preis etwas ändert. Ich schreibe hier nicht als Vertriebler im Anzug, sondern als Bauunternehmer, der selbst zwischen Excel-Ordnern und Software-Abos entscheiden musste.

Warum wird Zettelwirtschaft für SHK-Betriebe zur teuren Falle?

Zwölf Mitarbeitende beschäftigen wir mittlerweile, und ich habe selbst vier Jahre nur auf Papier dokumentiert und danach sechs Jahre mit Excel-Tabellen gerungen, bevor ich auf Software umgestiegen bin. Im Hochbau lässt sich ein Fehler bei der Massenermittlung oft noch auffangen, weil die Positionen groß und übersichtlich sind. Ein Bad oder eine Heizungsanlage dagegen besteht aus tausenden Kleinteilen — Bögen, Übergängen, Dichtungen, Metern an Kupfer- oder Verbundrohr —, und genau dort liegt das Problem beim handschriftlichen Aufmaß auf Papier: Ein einziges verwischtes Wort auf dem A4-Zettel, und die ganze Abrechnung einer Position steht infrage. Bei uns kam es mehrfach vor, dass niemand mehr sicher sagen konnte, ob eine Zahl auf dem Formular eine Drei oder eine Acht war.

Tablet mit Baumanagement Software für die SHK-Digitalisierung neben Werkzeugen für Sanitärinstallationen

Die meisten großen Lösungen am Markt sind für Firmenstrukturen mit eigener IT-Abteilung gebaut, nicht für einen Fünf- oder Zehn-Mann-Betrieb. Monatliche Fixkosten und ein Funktionsumfang, den man im echten SHK-Alltag kaum je vollständig ausschöpft, gefährden bei kleinen Firmen schnell die Liquidität, noch bevor die erste Rechnung überhaupt raus ist. Deshalb habe ich nach etwas Schlankem gesucht, das genau vier Bausteine sauber abdeckt: Leistungsverzeichnis, Aufmaß, Bautagebuch und Rechnung — mehr braucht ein Betrieb wie unserer im Alltag nicht. Eine ausführliche Checkliste für die reine Software-Auswahl gehört auf eine andere Seite; mir ging es hier erstmal nur um den SHK-Blick auf die Sache.

Bauprogramm im Test: Vom Papier-LV zur digitalen Stammdatenbank

Getestet habe ich zuerst SiteVisor, bevor ich für unseren Betrieb und für die Beratungsmandate bei befreundeten Firmen bei Bauprogramm gelandet bin. Der Wechsel liegt jetzt etwa neun Monate zurück, und ich sage es geradeheraus: Die Erstkonfiguration ist kein Spaziergang. Wir haben rund zwei bis drei Tage gebraucht, um die Leistungsverzeichnisse und Mitarbeiterdaten sauber anzulegen — wer das unterschätzt, plant den Rollout garantiert zu knapp.

Beim ersten Versuch, die alten Excel-Listen per Copy-Paste zu importieren, musste ich feststellen: Es gibt keinen Automatismus, der das für Sie sortiert — fast jede Zeile brauchte Nacharbeit von Hand. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich Anbieter am stärksten, und genau hier tut sich auch BauSU schwer: Das Programm deckt Bautagebuch und Rechnung ordentlich ab, aber eine saubere Verknüpfung zwischen Aufmaß-Position und Materialliste für Formstücke, Dichtungen und Rohrmeter sucht man dort vergeblich — und das kostet SHK-Betriebe am Monatsende wieder Zeit. Bei Bauprogramm läuft die Schnittstelle für den Datenaustausch dagegen über GAEB, den Standard für Leistungsverzeichnisse im deutschen Bauwesen.

Aufmaß und Bautagebuch halten auch bei Frost auf der Heizungsbaustelle stand

Mitten in der Heizperiode kam der erste echte Stresstest, bei einer Sanierung in einem Mehrfamilienhaus in Füssen. Der Zeitplan war eng, die Baustelle eiskalt, und der Polier trug das Aufmaß direkt am Smartphone ein, während er zwischen den Heizkörpern kniete — statt sich Meterzahlen und Formstücke nur zu merken und auf einen Zettel zu kritzeln, den er später kaum noch entziffern konnte.

Handwerker nutzt Smartphone für digitales Baustellen-Management auf einer verschneiten SHK-Baustelle

Besonders wichtig ist im SHK-Bereich, dass jede Position sofort mit der passenden VOB/C-Logik hinterlegt wird — die Feinheiten überlasse ich hier bewusst den Fachleuten, aber der Rahmen sitzt einfach besser, wenn das Aufmaß von Anfang an sauber erfasst wird, statt später aus Erinnerung rekonstruiert zu werden. Ob ein digitales Bautagebuch bei Ihnen ohnehin zur Pflicht gehört, ist eine Frage, die jeder Betrieb für sich mit seinen eigenen Verträgen klären sollte; wichtig ist erstmal, dass die Einträge überhaupt vor Ort entstehen. Und dass die App auch dort weiterläuft, wo bei uns im Allgäu mal kein Netz ist, würde ich inzwischen als Grundvoraussetzung bezeichnen, nicht als nettes Extra. Wer nach Erfahrungen aus dem Abbruch sucht, findet in der Bausoftware für Abbruch und Rückbau eine eigene Auswertung dazu.

Rechnungen in Minuten statt am Sonntagabend schreiben

Der größte Hebel liegt bei der Rechnungsschreibung, und das lässt sich beziffern. Früher saß der Meister sonntags am Küchentisch und suchte aus den Zetteln mühsam die einzelnen Positionen zusammen. Bei einer kompletten Strangsanierung, die wir kürzlich gemeinsam abgerechnet haben, kam die fertige Rechnung nach ein paar Klicks direkt aus dem digitalen Aufmaß — was früher Stunden kostete, war in Minuten erledigt, und ich saß dabei spürbar entspannter am Schreibtisch als sonst an einem Abrechnungsabend.

Preislich macht sich der Unterschied vor allem bei der Kostenstruktur bemerkbar: Statt eine fünfstellige Summe für eine dauerhafte Lizenz zu binden, zahlen Sie monatlich, und genau diese Gesamtbetrachtung über die Laufzeit — was manche Total Cost of Ownership nennen — lohnt sich, bevor Sie unterschreiben. Für Betriebe, die nebenbei auch im Tiefbau unterwegs sind, lohnt zusätzlich ein Blick in unsere Bausoftware für Tiefbau-Auswertung. Und was die Mannschaft angeht: Akzeptanz entsteht bei uns nicht durch eine Anweisung von oben, sondern dadurch, dass jeder Mitarbeitende in den ersten Tagen jemanden hat, den er bei Fragen einfach kurz anrufen kann.

Handwerker-Software für SHK-Betriebe: Meine Empfehlung

Die Bilanz nach der zehnten Woche war für mich eindeutig: Der Wert steckt nicht in einem einzelnen genialen Kniff, sondern darin, dass jede Position im Betrieb nur noch ein einziges Mal erfasst wird — beim Aufmaß, nicht noch einmal beim Bautagebuch und ein drittes Mal bei der Rechnung. Wenn Sie heute noch mit Klemmbrett und Bleistift über die SHK-Baustelle laufen, verschenken Sie genau diese doppelte und dreifache Arbeit, nicht nur Zeit im Allgemeinen.

Mein Rat an Kollegen, die vor der gleichen Entscheidung stehen: Fangen Sie beim Leistungsverzeichnis an, nicht beim schönen mobilen Bautagebuch mit Fotofunktion — denn dort hängt das Geld, das bei fehlerhafter Abrechnung wirklich verloren geht, nicht in hübschen Bildern von der Baustelle. Die Einrichtung dauert ein paar Tage, keine Frage, aber danach haben Sie im SHK-Alltag den Kopf frei fürs eigentliche Handwerk. Schauen Sie sich Bauprogramm in Ruhe an — für kleine und mittlere SHK-Betriebe ist es bislang das Werkzeug, das am wenigsten Ballast mitbringt.

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