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Software für schlüsselfertiges Bauen: Projekte mit Bauprogramm sicher steuern

Baumanagement-Software Bauprogramm: Bauleiter steuert ein schlüsselfertiges Bauprojekt mit LV, Aufmaß und Bautagebuch

Ein handschriftlicher LV-Zettel und ein digitales Bautagebuch lösen auf dem Papier dasselbe Problem, nur einer von beiden lässt sich nach zehn Stunden auf der Baustelle noch entziffern. Genau an diesem Punkt hängt beim schlüsselfertigen Bauen mehr, als die meisten zugeben wollen: Als Generalunternehmer (GU) tragen wir die volle Verantwortung für Budget und Termin, und deshalb rede ich hier offen über meine Bauprogramm-Erfahrung und darüber, was eine ordentliche Baumanagement-Software für einen Betrieb wie meinen — 12 Mitarbeiter, Allgäu, Hochbau und Sanierung — wirklich verändert hat.

Vorweg, unter Kollegen, ein ehrliches Wort: Die Links zu Software in diesem Text sind Affiliate-Links, ich verdiene eine Provision, wenn Sie darüber kaufen — der Preis für Sie ändert sich dadurch nicht. Empfohlen wird hier nur, was ich selbst mit staubigen Fingern auf der Baustelle bedient habe, nichts anderes.

Handschriftliche LV-Listen: Der Fehler, der uns jährlich Geld gekostet hat

Fünfzehn Jahre stehe ich jetzt auf Baustellen, und für einen großen Teil davon sah unsere Dokumentation gleich aus: A4-Blätter, auf denen der Polier die Positionen aus dem Leistungsverzeichnis (LV) von Hand abhakte. Bei Regen wellte sich das Papier, bei Kälte wurde die Schrift krakelig, und am Ende der Woche saß ich am Küchentisch und versuchte zu entziffern, ob dort sechs oder zehn Stunden für eine Position standen. Genau diese unleserlichen Feldnotizen haben uns mehrfach bei der Abrechnung nach VOB/B Geld gekostet — eine Position wurde doppelt erfasst, eine andere gar nicht, und niemand konnte im Nachhinein sagen, welche Version stimmte.

Nach der Testphase mit SiteVisor bin ich schließlich bei Bauprogramm gelandet, und zwar nicht wegen des Preises, sondern weil die mobile Ansicht von SiteVisor auf der Baustelle spürbar zäh reagierte — für eine einzige Aufmaß-Position brauchte mein Polier mehrere Klicks zu viel. Bei Bauprogramm liegen LV, Aufmaß, Bautagebuch und Rechnung dagegen in einem System. Meine Bekannte Sieglinde Hohenrieder, die einen Baustoffhandel im Allgäu führt, hat mir damals nur gesagt: Was schriftlich festgehalten ist, zählt, mündliche Zusagen vergisst irgendwann jeder. Diesen Satz habe ich seither öfter im Kopf, wenn mir ein Nachunternehmer am Telefon etwas zusichert.

Mobiles Bautagebuch auf dem Tablet: Bauprogramm-Erfahrung direkt auf der Baustelle bei der Digitalisierung im Handwerk

Was ändert sich, wenn das Bautagebuch mobil wird?

Digitalisierung im Handwerk klingt nach großem Wort, ist auf der Baustelle aber ziemlich konkret: Der Polier tippt die fertige Fassadendämmung direkt ins Handy, statt abends alles noch einmal auf Papier festzuhalten — das ist mobiles Bautagebuch im Alltag, nicht in der Theorie. Dass überhaupt ein Bautagebuch geführt werden muss, wenn man nach VOB/B sauber abrechnen will, ist vielen Kleinbetrieben gar nicht so bewusst, wie es sein sollte.

Wie ich mein Bauunternehmen im Allgäu umgestellt habe, beschreibe ich an anderer Stelle ausführlicher — hier nur so viel: Nicht jeder Mitarbeiter greift sofort begeistert zum Tablet, und wer glaubt, das ginge ohne jeden Widerstand, kennt keine Baustelle. Bei uns hat es gedauert, bis auch der erfahrenste Kollege das Abnahmeprotokoll digital unterschrieben hat, aber inzwischen ist genau das der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Funkloch bei Füssen: Wo Software zeigt, ob sie taugt

Seit der siebten Woche mit Bauprogramm macht mir eine Stelle bei Füssen, an der das Netz komplett abreißt, keine Sorgen mehr — die App speichert die Eingaben offline und gleicht sie ab, sobald am Parkplatz wieder Empfang da ist. Früher hätte ich mir an genau dieser Stelle nur gemerkt, was noch fehlt, mit dem Risiko, es abends im Büro wieder zu vergessen.

Für kleinere GU-Baustellen nutzen wir Bauprogramm inzwischen genauso wie für die größeren Sanierungsprojekte, und gerade bei der Steuerung kleinerer GU-Baustellen merkt man den Unterschied schnell. Uns gibt das die Sicherheit, keine Leistung zu vergessen abzurechnen, was uns früher regelmäßig geärgert hat.

Der Umstieg kostet zuerst Zeit, dann spart er sie

Der Wechsel selbst war zäh, das beschönige ich nicht. Ein automatischer Import für historische Excel-Stammdaten existiert bei Bauprogramm nicht, und so saß ich zwei, drei Tage lang da und habe LV-Positionen und Mitarbeiterdaten von Hand eingepflegt — eine Excel-Migration in reiner Handarbeit, keine Abkürzung. Und was heißt das jetzt für die Kosten insgesamt? Die monatliche Abo-Gebühr allein sagt wenig aus, solange man die Einrichtungstage und den Schulungsaufwand pro Mitarbeiter nicht mit einrechnet — genau diese Gesamtkostenbetrachtung rate ich jedem, der gerade vergleicht. Auch die Frage, wie genau Arbeitsstunden pro Baustelle erfasst werden, kommt bei uns im Betrieb regelmäßig auf, verdient aber ein eigenes Kapitel für sich.

Nachträge, Mängel und Abnahme: Wo es im Alltag zählt

Nachträge sind bei GU-Projekten das Thema, das am meisten Nerven kostet — wird ein Mehraufwand nicht sofort erfasst, ist er beim nächsten Bautermin vergessen. Wie ich Regieberichte digital erfassen lasse, hat genau dieses Problem entschärft, ein eigenes Nachtragsmanagement wäre trotzdem noch mal ein eigenes Thema für sich. Bei Mängeln bin ich vorsichtiger geworden, seit mir Vroni Steinbacher, die einen Dachdecker-Betrieb führt und hohe Maßstäbe an die VOB-Konformität ihrer eigenen Unterlagen setzt, einmal erklärt hat, worauf es bei einem Mängelprotokoll wirklich ankommt. Wenn heute eine Mängelmeldung vom Polier reinkommt, spüre ich das Handy in der Jackentasche eher, als dass ich es höre — ein kurzes Zittern, mehr nicht, und das Foto ist schon im Protokoll.

Diese Foto-Dokumentation direkt an der passenden LV-Position, statt irgendwo verstreut auf einzelnen Geräten, ist für mich einer der größten Vorteile im Alltag. Wie sauber sich das Ganze mit den Schnittstellen im Büro verträgt, ist noch mal ein eigenes Kapitel, ebenso wie die Baukostenkontrolle über mehrere Baustellen hinweg oder die Bauzeitenplanung, die bei uns ohnehin nie zu starr sein darf. Und dass die Projektdaten dabei ordentlich gesichert sind, statt lose auf irgendeinem Gerät zu liegen, ist ein Punkt, über den ich mir inzwischen deutlich weniger Sorgen mache als früher.

Bauprogramm gegen SiteVisor: Wo ich ehrlich bleibe

Bauprogramm ist für mich kein Wundermittel, das sage ich auch Kollegen, die mich fragen. Auf älteren Android-Geräten fühlt sich die mobile App spürbar zäh an, das hat mich anfangs geärgert, weil auf der Baustelle niemand gerne auf ein langsames Laden wartet. Gegenüber SiteVisor bleibt Bauprogramm bei uns trotzdem im Einsatz, weil ich nicht zwischen zwei Programmen wechseln muss, um von der Position im LV zum fertigen Aufmaß zu kommen. Am Ende bleibt die Wahl der passenden Software für jeden Betrieb eine andere Rechnung, je nachdem, wie viele Gewerke gleichzeitig laufen und wie viele Mitarbeiter mitziehen müssen — für einen Fünf-Mann-Betrieb sieht die Antwort anders aus als bei uns mit zwölf Leuten.

Was ich Kollegen heute rate

Im Büro, wo abends die Tablets meiner Leute aufgereiht an der Ladestation hängen, sehe ich morgens als Erstes den Kaffeefleck auf meinem Schreibtisch, den ich nie ganz wegbekommen habe, und daneben das Whiteboard mit der Baustellenübersicht in drei Farben. Genau dort entscheidet sich, ob wir am nächsten Tag hinterherlaufen oder vorne dran sind.

Mein Rat an Kollegen, die noch zögern: Fangen Sie nicht bei der komplizierten Nachtragsverwaltung an, sondern bei dem, was jeden Tag passiert — Aufmaß und Bautagebuch. Wenn Bauprogramm für Sie infrage kommt, testen Sie es zuerst an einer einzigen Baustelle, bevor Sie den ganzen Betrieb umstellen. Die Lektion, die bei uns am Ende übrig geblieben ist: Nicht die Software macht den Unterschied, sondern wie konsequent man sie von Anfang an sauber führt — alles andere ergibt sich von selbst.

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